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title: Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen
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description: "Überlegen Sie, eine Wärmepumpe zu kaufen? Hier finden Sie einen Überblick zu Kosten, Einsatz im Altbau und möglichen Förderprogrammen (je nach Voraussetzungen und aktueller Förderlage)."
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date: 2024-02-12
modified: 2026-09-15
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# Wärmepumpen - Alles, was Sie darüber wissen müssen

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   Wärmepumpe - effizient geplant, erneuerbar nutzbar
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Wenn Sie eine neue Heizung planen oder Ihre Heizung erneuern wollen, bietet Ihnen die Wärmepumpe viele Vorteile. Diese Technik kann – passend ausgelegt und je nach Gebäude sowie Stromtarif – die Heizkosten senken und nutzt im Betrieb überwiegend Umweltwärme statt direkt verbrannter fossiler Brennstoffe. Je nach Voraussetzungen und aktueller Förderlage können Sie über die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)” Zuschüsse nutzen – wir beraten Sie dazu gern umfassend.

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In wenigen Schritten zum Heizsystem, das Umweltwärme nutzen kann.

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  ### Was ist eine Wärmepumpe?

Das Konzept einer Wärmepumpe kann – passend geplant – effizient arbeiten und Umweltwärme für Heizung und Warmwasser nutzbar machen. Bei einer Wärmepumpe wird die natürliche Energie aus dem Grundwasser (Wasser-Wasser-Wärmepumpen), der Erde (Sole-Wasser-Wärmepumpen) oder der Luft (Luft- oder Luft-Wasser-Wärmepumpen) in nutzbare Wärme für Heizung und Warmwasser umgewandelt. Wärmepumpen können – je nach Gebäude, Auslegung und Strommix – den Energieeinsatz für Heizung reduzieren und im Betrieb eine Alternative zu direkt fossil befeuerten Heizsystemen sein.

[Zum Erklärvideo](#c10768)

### Was gibt es für Wärmepumpen?

Moderne Wärmepumpen nutzen zur Energiegewinnung verschiedene Quellen: Luft, Boden, Wasser und Abwärme. Je nach den örtlichen Gegebenheiten und der benötigen Wärmemenge muss die richtige Wärmepumpe ausgewählt werden. Folgende grundsätzlichen Wärmepumpen-Systeme gibt es:

**Luft-Wasser-Wärmepumpe**
Eine Luft-Wasser-Wärmepumpe ist eine besonders platzsparende Wärmepumpe mit vergleichsweise geringen Anschaffungskosten. Diese Wärmepumpe nutzt die Wärme aus der Umgebungsluft für die Energiegewinnung. Ein Ventilator saugt die Umgebungsluft an und bringt sie zu einem eingebauten Luft-Wärmetauscher. Das darin enthaltene Kältemittel kommt mit der warmen Außenluft in Verbindung, erwärmt sich bis es schließlich zu verdampfen beginnt. Nach der Verdichtung und der anschließenden Verflüssigung kann die so gewonnene Wärme zum Heizen oder zur Warmwassergewinnung genutzt werden. Diese Wärmepumpen sind – je nach Gebäude, Aufstellort und Schallschutzanforderungen – häufig gut installierbar. Sie werden häufig in privaten Wohngebäuden eingesetzt und können – je nach Auslegung und Heizlast – als alleinige Heizlösung inklusive Warmwasserbereitung genutzt werden. Bei passender Auslegung und geeigneten Rahmenbedingungen im Gebäude können Wärmepumpen auch in älteren Gebäuden eingesetzt werden.

**Sole-Wasser-Wärmepumpe**
Die Sole/Wasser-Wärmepumpe basiert auf einem einfachen Prinzip und kann, passend ausgelegt, bedarfsgerecht arbeiten. Sie wird durch Strom angetrieben und kann – je nach Auslegung, Stromtarif und Gebäude – Wärme und Warmwasser kosteneffizient bereitstellen. Je nach Auslegung kann eine Sole/Wasser-Wärmepumpe aus 1 kWh Strom mehr als 1 kWh nutzbare Wärme bereitstellen, weil zusätzlich Umweltwärme aus dem Erdreich genutzt wird. Ein großer Teil der benötigten Wärme stammt als Umweltwärme aus dem Erdreich; Kosten entstehen vor allem durch Strombedarf sowie Installation und Betrieb der Anlage. Auch im Sommer lässt sich die Technik der Sole/Wasser-Wärmepumpe nutzen, indem die niedrigen Temperaturen im Erdreich aktiv zum Kühlen der Wohnräume verwendet werden.

**Wasser-Wasser-Wärmepumpe**
Grundwasser ist ein guter Energiespeicher, der das ganze Jahr über konstante Temperaturen von über zehn Grad Celsius liefert. Das kann – bei geeigneten Rahmenbedingungen und passender Auslegung – zu einer über das Jahr hinweg effizienten Betriebsweise der Wasser-Wasser-Wärmepumpe beitragen. Das Grundwasser wird aus einem Förderbrunnen zur Wärmepumpe geleitet. Diese entzieht dem Wasser Wärme, die anschließend zum Heizen und der Warmwasserbereitung verwendet werden. Ein entscheidender Aspekt bei der Planung einer solchen Wärmepumpe ist der Wasserschutz. Die zuständigen Behörden müssen für die Installation eine Genehmigung erteilen.

**Luft-Luft-Wärmepumpen (Abluft)**
Abluft-Wärmepumpen nutzen die thermische Energie, die die Raumluft durch Heizkörper und Flächenheizungen, aber auch durch Beleuchtung, elektrische Geräte oder Körperwärme aufnimmt. Durch ein System mit kontrollierter Wohnungslüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe lässt sich diese Energie wiederverwenden. Da die Abluft gegenüber der Außenluft nur in begrenzter Menge zur Verfügung steht, muss die Leistung der Abluftwärmepumpe gut eingestellt werden. Sie planen ein System aus kontrollierter Wohnraumlüftung, Wärmerückgewinnung und Abluft-Wärmepumpe als einzige Heizquelle? Dann sollte ihr Haus einen hohen Effizienzstandard haben oder ein sogenanntes Niedrigenergie- oder Effizienzhaus sein.

### Welche Eigenschaften und möglichen Vorteile hat eine Wärmepumpe?

- Kann im Betrieb – je nach Strommix und Auslegung – eine emissionsärmere Heizoption sein
- Kann energieeffizient arbeiten und wirtschaftlich sein
- In vielen Fällen mit geringem Wartungsaufwand
- Je nach Voraussetzungen sind staatliche Fördermittel möglich
- Kann nicht nur heizen, sondern auch kühlen
- Erfüllt die Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG)
- Kann im Betrieb – je nach Strommix – CO2-Emissionen gegenüber fossilen Heizsystemen reduzieren

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### Wie funktioniert eine Wärmepumpe?

Wärmepumpen entziehen dem Außenbereich Wärme und geben diese an das Haus in Form von Heizenergie ab. Kernprinzip jeder Wärmepumpe ist der Kältekreislauf. Im Betrieb kann die aufgenommene elektrische Energie geringer sein als die abgegebene Wärmeenergie, weil zusätzlich Umweltwärme genutzt wird.
Unabhängig davon, ob Wasser, Erde oder Luft als Wärmequelle dient, lässt sich die Grundfunktionsweise, der Kältekreisprozess, aller Wärmepumpen in vier Phasen unterteilen:

**Verdampfung**: Ein Kältemittel zirkuliert in der Wärmepumpe und verdampft bei niedriger Temperatur und Druck, indem es Wärme aus einer Wärmequelle aufnimmt.

**Kompression**: Der Dampf wird dann von einem Kompressor angesaugt und verdichtet, wodurch seine Temperatur und sein Druck steigen.

**Kondensation**: Der heiße Dampf gibt seine Wärme an das Heizsystem oder Warmwasser des Hauses ab, indem er in einem Wärmeübertrager kondensiert. Dabei gibt er seine Energie ab und wird wieder flüssig.

**Expansion**: Durch ein Expansionsventil wird der Druck des flüssigen Kältemittels reduziert, wodurch es abkühlt und der Kreislauf von vorne beginnen kann.

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### Wärmepumpe im Altbau nachrüsten – geht das?

Der Einbau einer Wärmepumpe in einem Bestandsgebäude ist technisch gut machbar. Die entscheidende Frage ist weniger, ob eine Wärmepumpe grundsätzlich in Frage kommt, sondern wie sie passend integriert wird. Bei geeigneten Voraussetzungen im Altbau können Wärmepumpen eine effiziente Heizlösung sein.

**Welche Wärmepumpe ist die richtige?**
Eine individuelle Planung durch uns als Fachbetrieb ist wichtig, um eine passende Lösung für Ihr Gebäude zu finden. Die Wahl des passenden Systems hängt von mehreren Faktoren ab:

- **Luft/Wasser-Wärmepumpe:** Häufig die erste Wahl, da sie flexibel einsetzbar und mit geringem baulichen Aufwand installierbar ist.
- **Sole/Wasser-Wärmepumpe (Erdwärme):** Besonders effizient, erfordert jedoch Erdsondenbohrungen oder Flächenkollektoren.
- **Wasser/Wasser-Wärmepumpe:** Nutzt Grundwasser als Energiequelle, setzt aber eine behördliche Genehmigung voraus.

**Kann eine Wärmepumpe in Ihrem Altbau effizient arbeiten?**
Wir als Fachbetrieb können prüfen, ob Ihr bestehendes Heizsystem für eine Wärmepumpe geeignet ist oder welche Anpassungen sinnvoll sind. Damit eine Wärmepumpe wirtschaftlich betrieben werden kann, sollten folgende Bedingungen möglichst erfüllt sein:

- **Niedrige Vorlauftemperaturen:** Als Faustregel gilt: Je niedriger die Vorlauftemperatur des Heizsystems, desto effizienter kann die Wärmepumpe arbeiten. Ideal sind Temperaturen von 30–40 °C.
- **Gute Wärmedämmung:** Eine verbesserte Dämmung kann den Wärmebedarf reduzieren und die Effizienz der Wärmepumpe verbessern. Maßnahmen wie Fenster- und Türentausch, Fassadendämmung oder Dachisolierung sind dabei vorteilhaft.
- **Passende Heizflächen:** Fußboden- und Wandheizungen sind optimal, aber auch moderne Heizkörper mit großer Oberfläche (z. B. Niedertemperatur-Heizkörper) können mit einer Wärmepumpe effizient betrieben werden.

Die Nachrüstung einer Wärmepumpe im Altbau ist technisch möglich und kann – je nach Gebäude, Auslegung und Energiepreisen – wirtschaftlich sinnvoll sein. Mit der richtigen Planung kann eine passende Lösung entstehen, die – je nach Gebäude und Auslegung – den Energieeinsatz für Heizung reduzieren und den Bedarf an fossilen Brennstoffen im Betrieb verringern kann. Lassen Sie sich individuell beraten – wir unterstützen Sie gerne.

### Wärmepumpe ohne Fußbodenheizung – funktioniert das?

Ja! Viele Bestandsgebäude haben keine Fußbodenheizung, aber das ist kein Ausschlusskriterium für eine Wärmepumpe. Wichtig ist, dass die vorhandenen Heizkörper auf niedrige Vorlauftemperaturen ausgelegt sind.

- Bestehende Heizkörper können oft weiter genutzt werden, wenn sie ausreichend dimensioniert sind.
- Falls notwendig, lassen sich größere oder spezielle Niedertemperatur-Heizkörper nachrüsten.
- Wenn Heizkörper getauscht werden müssen, ist das meist deutlich günstiger als eine komplette Fußbodenheizung.
- Ein hydraulischer Abgleich kann – je nach Ausgangslage – das Heizsystem besser einregeln und die Effizienz der Wärmepumpe unterstützen.

### Wie hoch ist das Einsparpotenzial mit einer Wärmepumpe – je nach Voraussetzungen?

Wie viel Sie pro Jahr durch Ihre Wärmepumpe sparen, ist stark von der im Betrieb erreichten Jahresarbeitszahl und dem Verhältnis von Wärmepumpenstrompreis und dem Preis der alternativen fossilen Brennstoffe ab. Je nach Gebäude, Referenzsystem, Energiepreisen und erreichter Jahresarbeitszahl kann eine Erdwärmepumpe die laufenden Energiekosten reduzieren helfen; eine individuelle Berechnung schafft Klarheit. Die Amortisationszeit einer Wärmepumpe hängt u. a. von Investitionskosten, Förderung, Energiepreisen und Verbrauch ab und kann je nach Situation deutlich variieren.

### Wie kann ich die Wärmepumpe sinnvoll kombinieren?

**Wärmepumpe mit Solarthermie kombinieren**
Eine Anlage zur Solarthermie nutzt die frei verfügbare Sonnenenergie als Wärmequelle, um Wärme zu erzeugen. Diese Wärme kann dann zur Erwärmung von Gebrauchswasser verwendet werden. Es gibt zwei Möglichkeiten, Solarthermie mit einer Wärmepumpe zu verbinden:
Erstens, die direkte Unterstützung: Hierbei wird die Sonnenenergie unmittelbar in das Heizsystem eingespeist. In Kombination können Solarthermieanlage und Wärmepumpe – je nach Auslegung – einen großen Teil der benötigten Wärme für Heizung und Warmwasser bereitstellen.
Zweitens, die indirekte Unterstützung: Bei dieser Methode wird die Solarwärme zur Wärmequelle der Wärmepumpe (z.B. Erdboden) hinzugefügt. Das erhöhte Temperaturniveau, das dadurch erreicht wird, kann – je nach Auslegung und Betriebsweise – den Stromverbrauch der Wärmepumpe senken.

[Mehr zur Solarthermie](https://www.onkelbach.de/ratgeber/solarwissen/solarthermiewissen/)

**Wärmepumpe mit Photovoltaik kombinieren**
Wärmepumpe und Photovoltaikanlage können sich gut ergänzen. Je nach Eigenverbrauch und Anlagenauslegung kann eine Photovoltaikanlage Strom für die Wärmepumpe bereitstellen und so die laufenden Heizkosten entlasten helfen. Je nach Verbrauchsprofil kann eine Wärmepumpe den Eigenverbrauch von Solarstrom erhöhen und damit die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage verbessern helfen. Auch ökologisch kann das vorteilhaft sein: Der selbst erzeugte PV-Strom stammt aus Sonnenenergie und kann den Bezug von Netzstrom reduzieren.

[Mehr zu Photovoltaik](https://www.onkelbach.de/ratgeber/solarwissen/photovoltaikwissen/)

**Wärmepumpe mit Gas-Brennwerttechnik kombinieren (Hybrid-Heizung)**
Durch die Kombination mit einem Gas-Brennwertgerät entsteht eine Hybrid-Heizung. Dieses System kann Vorteile bieten, weil sich die Wärmeerzeuger ergänzen. Sollte die Leistung der Wärmepumpe nicht ausreichen, wird das Gas-Brennwertgerät zugeschaltet, sodass die beiden Wärmeerzeuger parallel arbeiten. Alternativ gibt es auch Systeme, bei denen nur jeweils die Wärmepumpe oder der Brennwertkessel für Wärme und warmes Wasser sorgen. Die Planung einer Hybridheizung erfordert Erfahrung, damit die Technik passend ausgelegt ist und effizient arbeiten kann – wir beraten Sie gern individuell!

[Mehr zur Gasheizung](https://www.onkelbach.de/ratgeber/heizungswissen/gasheizung/)

### Wie viel kostet eine Wärmepumpe?

Wer mit einer modernen Wärmepumpe heizen will, sollte sich vorher – je nach Voraussetzungen und aktueller Förderlage – über mögliche Zuschüsse und Förderprogramme informieren. Je nach Förderprogramm können diese Anträge nur vor Beginn der Sanierungsmaßnahmen gestellt werden. Wir unterstützen Sie dabei – von der Orientierung bis zur Antragstellung (je nach Voraussetzungen und aktueller Förderlage).

[Zum Fördermittel-Service](https://www.onkelbach.de/ratgeber/foerdermittel/) [Einsparungen berechnen](https://www.onkelbach.de/privatkunden/direkt-angebote/heizungsrechner/)

### Kann eine Wärmepumpe auch kühlen?

Wärmepumpen dienen nicht nur der Heizung, sondern können – sofern sie entsprechend dimensioniert sind – auch angenehme Kühlung im Sommer ermöglichen. Durch die Umkehrung des Kältekreislaufs wird die Wärmepumpe in den warmen Monaten für Kühlzwecke genutzt. In Verbindung mit einer Fußbodenheizung kann die Raumtemperatur – je nach Gebäude und Auslegung – spürbar abgesenkt werden. Durch die Verwendung von Gebläsekonvektoren kann die Wärmepumpe eine regelbare Klimatisierung ermöglichen. Die Kühlung kann je nach Umweltwärme und Leistung der Wärmepumpe aktiv oder passiv erfolgen. Es ist jedoch wesentlich zu beachten, dass die Kühlkapazität einer Wärmepumpe nicht mit der herkömmlichen Klimaanlage vergleichbar ist.

  Was ist eine Wärmepumpe?
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